Hier findest du jeden Monat ein aktuelles zur Jahreszeit passendes Rezept, meist vegan, ansonsten vegetarisch mit veganer Variante. Genau wie beim Singen und Tanzen ist auch beim Kochen nichts "falsch", es gibt nur Variationen. Also zerbrich dir nicht den Kopf, wenn du nicht alle Zutaten genau so hast, mit deiner Kreativität wird dir eine ganz besondere Köstlichkeit gelingen.


Oktober 2019

Kürbis Chutney

Oktober ist Kürbiszeit. Wie hübsch sie doch anzusehen sind! Bunt wie der Herbst selbst an sonnig goldenen Tagen.

Es gibt 1000 Möglichkeiten, Kürbisse zu leckeren Speisen zu verarbeiten. Ob eine wärmende Suppe oder ein Kürbisrisotto, aber warum nicht auch einmal - etwas ausgefallener - ein Chutney. Wenn du gleich eine größere Menge zubereitest, ist ein Gläschen davon auch bestimmt ein willkommenes Geschenk für Freunde. Und hier mein Rezept:

 

Zutaten:

1000 g Kürbis (geschält)
2 bis 3 Äpfel

1 große Zwiebel

2 bis 3 Knoblauchzehen 

50 g Ingwer

2 frische, rote Chilischoten

2 EL Olivenöl

100 g Rosinen

150 g brauner Zucker

300 ml Weißweinessig

2 bis 3 EL Currypulver

1 TL Salz, Pfeffer

Wasser nach Bedarf

 

Zwiebel, Knoblauch Ingwer und Chilischoten fein hacken.

Den geschälten, von Kernen befreiten Kürbis und die Äpfel raspeln oder in sehr kleine Stücke hacken.

Alles in Öl leicht anbraten, Zucker und Currypulver dazu geben, umrühren, Rosinen dazu, mit dem Essig ablöschen und auf kleiner Stufe ca. 30 Minuten einkochen lassen. Je nach Kürbisart braucht es mehr oder weniger Wasser, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Noch heiß in Gläser füllen und verschließen.

 

 

 

Das Chutney schmeckt zu Ofengemüse, Reis, Kartoffeln. Sogar einfach aufs Brot ist es unwiderstehlich.


September 2019

Birnen-Streusel-Kuchen

Goldene, saftige, süße Birnen! Reiche Ernte in diesem Jahr, wie herrlich!
Nur einen Nachteil haben viele Sorten dieser Frucht, man kann sie nicht lagern und muss sie möglichst bald nach der Ernte verzehren.

Hier das Rezept für einen Kuchen, den man ganz dick mit Birnenstücken belegen kann:

 

Für den Rührteig:
300 ml Haferdrink (oder eine andere vegane Milchalternative), 2 EL geschrotete Leinsamen und 150 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl mit dem Schneebesen verquirlen und ein paar Minuten stehen lassen.

300 g Dinkelvollkornmehl, 3 TL Weinsteinbackpulver, 50 g gemahlene Hasel- oder Walnüsse, 80 g Rohrohrzucker (oder 100g Erythrit) und 1 Prise Salz vermischen und in die flüssigen Zutaten einrühren. Etwas ruhen lassen und dann den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen.

 

Ca. 1 kg geschälte und in Stücke geschnittete Birnen auf dem Teig verteilen.

 

Für die Streusel:
150 g Dinkelvollkornmehl,
100 g Rohrohrzucker (oder 125g Erythrit), 150 g Kokosraspel vermischen und 150 g klein geschnittene Margarine (z.B. Alsan) dazugeben und alles zu Streuseln verarbeiten. Diese auf den Birnen verteilen.

 

Den Kuchen in der Mitte des Backofens bei 180° ca. 30 Minuten backen und dann noch ein paar Minuten im ausgeschaltenen Backofen ziehen lassen.

Je reifer die Birnen, desto saftiger wird der Kuchen.

Man kann auch (fast) jede andere Obstsorte verwenden. Wer es trockener mag, nimmt Äpfel, soll der Kuchen feucht werden, eignen sich Beeren.

Der Zuckergehalt ist bei meinen Rezepten immer möglichst gering gehalten, deshalb bei Johannisbeeren vielleicht doch etwas mehr Zucker verwenden.

 

Auf mehrfachen Wunsch ist das ein Kuchenteig OHNE Sojajoghurt :)


Juni 2019

Erdbeer-Rhabarber-Marmelade

Im Juni beginnt die Einkochzeit, lasst eurer Fantasie freien Lauf.
Hier eines meiner Lieblingsrezepte, einfach zu machen und ALLE lieben diese Marmelade.

 

Zutaten:

 

750 g Erdbeeren

750 g Rhabarber

500 g Gelierzucker 3 : 1

  1. Den Rhabarber waschen und mit einem Sparschäler dünn schälen. In schmale Stücke schneiden.
  2. Die Erdbeeren waschen, putzen und pürieren.
  3. Gelierzucker mit den Erdbeeren und dem Rhabarber mischen, einen Schuss Zitronensaft hinzu und in einem großen Topf aufkochen.
  4. 5 bis 10 Minuten lang kochen.
    Gelierprobe: Einen Teelöffel von der Masse auf einen Teller platzieren, abkühlen lassen. Wenn sie fest wird, ist die Marmelade fertig. 
  5. Noch heiß in Schraubgläser füllen.

 

 

Eine Kalorienersparnis durch den geringen Zuckergehalt kann ich euch allerdings nicht versprechen ;)
Dieser Brotaufstrich schmeckt so erfrischend lecker, dass ihn manches Leckermäulchen zentimeterdick aufs Brot streicht oder gar einfach so löffelt.


Mai 2019

Veganes Risotto mit grünem Spargel

Zutaten für ca. 4 Portionen:

 

1 Zwiebel, 2-3 Knoblauchzehen, 2 EL Olivenöl

200 g Risottoreis, 1 TL Kurkumapulver

ca. 100 ml Weißwein, ca. 700 ml Gemüsebrühe

500 g grüner Spargel

1-2 EL Mandelmus, Salz, Pfeffer

 

 

Knoblauch und Zwiebel fein würfeln. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten.

Reis und Kurkuma (für die sonnige Farbe) hinzufügen und kurz mit andünsten. Mit Weißwein ablöschen und nach und nach mit Gemüsebrühe aufgießen, dabei mehrmals umrühren und ca 30 min garen.

Den Spargel putzen, schräg in Stücke schneiden und im letzten Drittel der Garzeit hinzufügen.

Am Ende für eine cremige Konsistenz nach Belieben weißes oder braunes Mandelmus unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu passt knackiger Blattsalat mit einer Marinade aus Olivenöl und Zitronensaft.

 

Grüner Spargel ist ursprünglicher als weißer. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde er in unserer Gegend, besonders in Deutschland, auf weiß gezüchtet.

Im Gegensatz zu weißem wird er nicht gestochen, sondern sobald die Spitzen aus der Erde ragen, darf er in der Sonne weiterwachsen. Deshalb benötigt er auch keine schwarze Kunststoff-Folie, deren Einsatz beim Anbau von weißem Spargel die Umwelt belastet. 

Durch das Sonnenlicht bekommt er seine grüne Farbe, hat zusätzlich mehr gesunde Vitamine und einen intensiveren Gemüsegeschmack als der weiße Spargel. 

Auch bei der Zubereitung ist grüner Spargel weniger aufwändig. Seine Haut ist so dünn, dass man ihn meist überhaupt nicht schälen und nur kurz kochen oder anbraten muss, um ihn dann knackig zu genießen.

Neben diesen zahlreichen Vorteilen wird dem grünen Spargel auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.
Also dann, ihr lieben Köche und Köchinnen - LOVE IS IN THE AIR

 


April 2019

Palak Paneer - heute mal aus Bärlauch

Das ist eine traditionelle Speise aus Indien, die sowohl im Süden als auch im Norden angeboten wird.

Palak heißt Spinat. Jedoch wird auch bei uns je nachdem, was gerade wächst, herkömmlicher Spinat, Mangold oder eben jetzt Bärlauch verwendet und es schmeckt himmlisch, vor allem, wenn man ihn zuerst selbst gepflückt hat, wie Lisa und ich.

 

Paneer ist ein indischer Frischkäse. Er ist trocken und nicht gesalzen. In gekochten Speisen oder gebraten schmeckt er ähnlich wie fester Tofu.
Herstellung: 

1 l Milch aufkochen, Saft einer Zitrone zugeben und nochmals kurz aufkochen, die Milch gerinnt sofort. Dann durch ein Mulltuch filtern. Die Paneermasse wird gepresst, übrig bleibt Molke.

1 l Milch und 1 Zitrone ergeben ca. 120 g Paneer.

 

Palak für ca. 4 Portionen:
400 g Bärlauch dünsten, pürieren und beiseite stellen.

Etwas Öl erhitzen, darin 3 klein geschnittene grüne Chili Schoten, 2 Zimtstangen, 2 Kardamomkapseln, 1 Sternanis und etwas Kreuzkümmelsamen leicht anbraten.

2 Zwiebeln, 1 EL Ingwer, 2 Tomaten - alles SEHR klein geschnitten - hinzufügen.

1 TL Kreuzkümmelpulver, 1 TL Korianderpulver ebenfalls dazu geben und gut durchrühren.

Den gekochten, pürierten Bärlauch unterrühren und mit Salz abschmecken.

Die Paneerwürfel oben drauf und guten Appetit!

Vegane Variante: Anstatt Paneer festen Tofu nehmen

Beilage: Basmati Reis

 

Und denk dran: Wenn du nicht alle Gewürze hast, nimm was anderes oder lass es einfach weg ;)
Lass deiner Kreativität freien Lauf!